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Zum vierten mal nehme ich dieses Jahr an der Pfingstfahrt von MotoX teil. Um es vorwegzunehmen, es waren auch in diesem Jahr wiederum vier schöne Tage. Die Neuerung in diesem Jahr war die Individuelle anreise. Will heissen, jeder konnte sich der Gruppe anschliessen wo er sich wohl fühlte. Jönnu und ich fuhren gemeinsam. Für einmal wollten wir eine etwas andere Route wählen. Schon in Monthey verliessen wir die Autobahn und über den Pas de Morgins gelangten wir nach Frankreich in die Hochsavoien. Jeder Pass der uns dabei in den Wege kam wurde überquert. Im einzelnen waren dies der Col du Corbier, Col du Colomier, Col de Aravis, Col de Saissie, Col de la Madelaine, Col de Glandon, Col de Ornon, Col de Parquetout, Col de Mens, Col de Pontis. Liest sich lecker, oder. Allerdings hatten wir nicht mit den zwei ganz kleinen gerechnet, die forderten zum Schluss noch einmal alles von uns ab. So verging die Zeit und wir erreichten den Camping in Montclar erst um 19’00 Uhr. Die anderen waren mittlerweile alle eingetroffen und bei einem Bierchen und einer grillierten Merges wurden die Erlebnisse des Tages ausgetauscht.Werner kochte für uns und Jönnu hatte die Aufgabe übernommen das Fleisch zu Grillieren. Danach gings in die Beiz auf dem Camping um ein, zwei “Tomat” einzufrässen. Es wurde spät am ersten Abend bevor ein jeder seinen Schlafplatz bezogen hatte. Am nächsten Tag erwartete uns ein strahlend blauer Himmel. Nach dem Morgenessen teilten sich die Jungs auf und wir beschlossen eine mir noch unbekannte Gegend zu befahren. Es bilden sich jeweils neue Gruppen und es ist Interessant zu sehen das es oft besser zusammengesetzt ist als auf der anfahrt. Es waren alles nur kleine Pässchen, Aber dafür gespickt mit Kurven, eine folgte auf die andere. So wurde es uns nie langweilig und der Tag verging wie im Flug. Auf der Rückfahrt von La Mure bis Gap liessen wir unsere Räder noch einmal so richtig laufen. Es hat Spass gemacht. Das schöne an diesem in den Bergen gelegenen Campingplatz ist jedweils das nach Hause kommen, denn die Strecke ist mit einmaligen Kurven nur so gepflastert. Am Abend erfuhren wir dass die GSX-R Gruppe über den Col de Allos gefahren war, es klang nicht gerade begeistert. Im Bericht von 2007 wäre zu lesen gewesen, dass ich diesen Pass nicht für Sportmaschinen empfehlen kann. Nun sie haben es selbst erfahren und das ist ja bekanntlich die beste Medizin. Meist verläuft der zweite Abend etwas ruhiger, doch dieses mal sollte alles anders sein. Aufgewühlt durch die vielen guten Motorradeindrücke vom Tag gab es einiges zu Diskutieren und unter der Wirkung der “Tomat” gingen die letzen um ca 05’00 Uhr ins Bett. Es ist schon wieder Sonntag geworden, die Zeit vergeht wie im Fluge. Heute fahren wir um den See, Jönnu und ich werden uns ein wenig den andern annehmen, haben wir doch durch unser alter etwas die “Weisheit” und wir können die Tips gut vermitteln so dass alle etwas davon haben. Anschliessend wollen wir in Castellane das Rennen der MotoGP ansehen. Es ist eine tolle Gegend um den Lac de Serre Ponchon, eine Kurve reiht sich an die andere. Zudem ist der Anblick der sich einem bietet kaum zu beschreiben. Wir treffen um 13’30 Uhr in Castellane ein, die andern sind schon vor Ort u nd haben einen Tisch reserviert. Wir essen eine kleinigkeit und schauen uns die Cracks an. Hier in Castellane ist immer etwas los auf dem Parkplatz hat es Bikes in jeder Ausführung. Jeder möchte gerne das schönste, schnellste und heisseste Superbike haben. Vor lauter Motos weis man gar nicht wo man hinschauen soll. Langsam ist es wieder Zeit geworden um nach Montclar zurückzufahren. Von weitem sieht man schon das da oben in den Bergen die Wolken hangen, wir fragen uns ob wir es noch trocken nach Hause schaffen oder nicht. Die Strasse wird langsam nass und mahnt zu einer vorsichtigeren Gangart. Kurz vor dem Ziel beginnt es zu schütten was das zeug hält. Ich beschliesse nicht mehr anzuhalten. So werde ich noch patschnass bis ich auf dem Camping eintreffe. Was soll’s morgen wird alles wieder trocken sein. Meine Begleiter hatten das bessere ende für sich, sie warteten bei einem Kafee den grössten Regen ab, bevor sie sich auf den Heimweg machten. Bei einem gemütlichen Nachtessen und einigen gläsern Wein vergeht die Zeit wie im nu Schon ist der letzte Tag da und es heisst Abschied nehmen von hier. Das Zelt ist schnell abgebrochen, die Häuschen gereinigt, Werner nimmt mit dem Bus die Heimreise in angriff. Wir hoffen das das Wetter halten wird, in Corps legen wir einen halt ein. Danach überqueren wir die Pässe Ornon und Glandon, Wir habe n Glück und finden die richtige Lücke wo das Wetter mitspielt. Jetzt fällt mir erst auf das der Col du Glandon eine ganz schlechte Strasse hat und es eigentlich gar keinen Spass macht da hinunter zu fahren. In Albertville komme ich auf die Umfahrungsstrasse, so dass wir nicht bei unserer gewohnten Tankstelle vorbeikommen. In Flumet ist es dann soweit und zum letzten mal auf dieser Reise werden die Bikes aufgefüllt mit dem Saft den sie brauchen um uns die Freude am Motorradfahren zu schenken. In Martigny treffen wir einander und es geht noch über die Autobahn bis Flamatt. In der Waage lassen wir diese Pfingstfahrt ausklingen, wir sind uns einig am liebsten würden wir gleich wieder starten. Danke Harry einmal mehr war es toll. Bis zum nächsten mal.
Fazit: Camping war gut, Lage auch. Es war nicht so weit, und doch in einer guten Gegend. Hoffentlich findet es nächsten Pfingsten wieder statt. Ob auf dem Camping oder im Hotel ist egal, Hauptsache es wird wieder Pfingsten.
Fotoseite von der Pfingstfahrt 2009
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