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Wir treffen uns am frühen morgen bei SKM-Sport in Wünnewil. Jeder hat eine mehr oder weniger grosse Tasche dabei, da scheint eine grössere Sache anzustehen. Wir besteigen den Zug, für die meisten wohl eine eher ungewohnte beförderungsmethode. In Fribourg müssen wir umsteigen und den City Express bis nach Genf-Aeroport benutzen. Nun ist wohl jedem klar wir fliegen nach Barcelona wo wir 4 Tage lang auf dem Circuit unsere Runden drehen dürfen.
Das einschecken in Genf geht problemlos und schon bald sind wir in Barcelona gelandet.
Es vergeht einige Zeit um die Mietwagen zu übernehmen, nach einer ca. Stündigen Fahrt erreichen wir unser Hotel in St. Susanna an der Costa Brava. Es ist ein Riesenbunker der Billigtouristen der da auf uns wartet. Wie es sich herausstellt ist das nicht gerade jedermans Sache.
Was solls wir sind ja zum Racen da.
Die mitgereisten Frauen Baden im Meer oder am Pool und besuchen auch einmal die sehenswerte Stadt Barcelona selbst. Für uns heisst es an die Strecke zu fahren und die Motorräder auszuladen.
Kurt ist mit seinem Anhängerzug schon vor Ort und da einige Hände zupacken geht das entladen zügig voran. Geschafft!
Nach einem gemeinsamen Nachtessen stürzen wir uns ins Nachtleben von St. Susanne. Das bekommt einigen nicht ganz so gut. Eigentlich hä tten sie eine Nacht weniger Hotel buchen können. Am nächsten Morgen ist es schönes Wetter, für die einen heisst das Baden, für die andern Lädele, und ich mache einen Ausflug zu Fuss in der Gegend.
Am Abend werden die Erfahrungen des Tages ausgetauscht, es waren leider nicht nur positive dabei.
Am Samstag beschliesse ich auch mit an die Strecke zu fahren vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit einmal selbst noch um den Kurs zu fahren.
Erst mache ich ein paar Bilder und schaue auf der Zeitentabelle was da schon so zusammengefahren wurde an Minuten und Sekunden. Jeder hat so seine eigene Geschichte wo noch was zu holen wäre, oder wo die Sekunden liegen bleiben. Alles verläuft gut, alle werden immer ein wenig Schneller. Jüre hat mir seine Suzuki angeboten und so komme ich auch noch zu meinen Runden. Obwohl ich das Gefühl habe ich würde die Strecke noch nicht kennen kommt doch noch eine ansehnliche Zeit heraus für den ersten Tag. Das kostet mir aber fast die Stiefel, sehen sie doch recht angegriffen aus.
Allen gelingt es ihre Zeiten zu verbessern und so sehe ich nur zufriedene Gesichter. Nachtessen und Nachtleben warten wieder auf uns, doch spüre ich bei einigen den Willen heute etwas früher in die Klappe zu gehen. Ob das dann auch alle geschafft haben entzieht sich meiner Kenntniss.
Es ist schon Sonntag, wie schnell doch die Zeit vergeht. Wir surren wieder um den Kurs, bremsen da ein wenig später, gehen da etwas früher ans Gas, nehmen mal einen anderen Gang und siehe da es läuft immer besser. Einzig unser Harry der scheint irgendwie wie von einem anderen Stern. Da wo für uns der Spass aufhört, scheint er für ihn erst zu beginnen. Einmal touchiere ich beim Bremsen meinen Vordermann und muss prompt durch das Kiessbett. Als das Motorrad zum stehen kommt bin ich heilfroh. Wie es sich herausstellt ist nur eine Bremscheibe und der vorder Kotflügel hin. Glück gehabt! Danach bringe ich nichts mehr zusammen und ich beschliesse den Tag zu beenden. Leider zeigt sich später noch ein Folgeschaden, der Zilinderkopf hat einen Riss bekommen und so einige ich mich mit Jüre das Motorrad zu kaufen.
Somit kann ich feststellen dass ich noch nie teurere Ferien gemacht habe bis zum heutigen Tag. Da die Zeit bekanntlich Wunden heilt, wird auch diese Finanzielle Lücke wieder einmal geschlossen! Dänu der am zweiten Tag noch meine abgeschabten Stiefel begutachtet hat ist nun selbst schon soweit gekommen dass die guten Stücke auf dem A sphalt rapsen. Da wird dann wohl bald einmal der „Altherrenstil“ gegen das „Hängingoff“ausgetauscht werden. Auch heute ist alles gut gegangen und die Zeiten sind noch einmal ein wenig nach unten korrigiert worden.
Wir fahren alle so zwischen 2'04 – 2'16 nur Peter und Harry kommen unter die 2 Minuten Marke.
Was solls es hat wieder mal einen riesen Spass gemacht so nach Herzenslust anzugasen. Am Abend sitzen wir gemütlich zusammen und lassen die Eindrücke des Tages bei einem Bierchen auf uns wirken. Der letzte Tag ist gekommen die einen versuchen noch einmal den Kampf gegen die Zeit zu gewinnen, Uschi, Erika und ich beschliessen in Barcelona eine Stadtrundfahrt zu machen.
Die Motos werden wieder verladen und Küre macht sich auf den Heimweg mit seinem Truck.
Für uns wird es ein Tag werden der mir mit warten in Erinnerung bleibt und mich darin bestärkt nur noch zu Fliegen wenn es unbedingt notwendig ist.Hoffentlich hat es euch allen auch so gut gefallen wie mir, so dass wir uns nächstes Jahr sicher wieder einmal beim Racen Treffen werden.
Housi
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